Ein Hauch von Friesland im Nordosten Bulgariens

Jedes bulgarische Kind lernt es im Geografieunterricht, und auch die Touristen, die ihren Urlaub in Bulgarien verbringen erfahren bei ihrem ersten Besuch, dass Schabla der östlichste Punkt des Landes ist. Genauer gesagt: Der Leuchtturm von Schabla. Das Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete und zwischen 1853 und 1856 erweiterte Gebäude ähnelt mit seinem rot-weiß gestreiften Anstrich seinen Pendants an der deutschen Nord- und Ostsee ziemlich stark – und auch der Strand von Schabla kann sich, was seine Schönheit und Feinsandigkeit betrifft, durchaus mit den Stränden in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern messen lassen. Allerdings ist das Wetter hier ungleich besser als Zuhause, und so hat sich Schabla schon vor Jahrzehnten als Ferienziel etabliert. Wie auch in Rusalka, befindet sich nahe Schabla ein Mineralsee, aus dem Heilschlamm gewonnen wird, zudem ist Schabla schon seit den Zeiten des Sozialismus als Sommerdestination für die politische Elite Bulgariens bekannt und gilt im Land nach wie vor als VIP-Ziel.

Entspannen in der Natur

Der Strand von Schabla ist noch ziemlich naturbelassen, zumal die eigentliche Stadt sich etwa fünf Kilometer von der Küste entfernt befindet. Über einen Shuttlebus erreicht man den weitläufigen, feinsandigen Beach, an dem man fast immer ein Plätzchen findet, wo man sich ungestört sonnen und entspannen kann. Individualtouristen übernachten im Zelt auf dem nahe gelegenen Campingplatz oder ziehen sich in eine der Pensionen im Ort zurück, wo man schon für ein paar Euro ein Bett und ein Dach über dem Kopf anmieten kann. Die meisten Gäste, die nach Schabla kommen, residieren hingegen im nur wenige Kilometer entfernten Rusalka sowie in Albena, wo man alle Annehmlichkeiten einer gut ausgebauten Touristendestination genießen kann, und gönnen sich hier eine Auszeit vom Trubel an den quirligen Stränden der südlicheren Regionen. Auch eine Kombination aus Bade- und Golfurlaub ist in Schabla möglich, da sich in der Umgebung (nahe Kavarna) gleich drei 18-Loch-Golfplätze befinden. Naturliebhaber kommen ebenso auf ihre Kosten, sei es am nahe gelegenen Kap Kaliakra, oder im Moor von Durankulak, unweit der Grenze zu Rumänien. In diesem einzigartigen Fisch- und Reptilienrefugium befindet sich übrigens auch die größte erhaltene Ansammlung von Überresten aus der Kupferzeit. Es ist eben die Vielseitigkeit aus Kultur, Landschaft und Badespaß, wegen der es sich lohnt, nach Schabla zu kommen.

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